Incontri Europei

Incontri Europei

Die Philosophie

 

Incontri Europei entwickelt Initiativen in Bildung, Kultur, Musik, Sport, Agrikultur und Landschaftspflege für Aktivitäten und Projekte auf regionaler Ebene, um, unabhängig von nationalstaatlicher Zuordnung, die Vielfalt und Kultur Europas zu fördern und die Erhaltung eines dauerhaften Friedens zu bewahren.

IncontriEuropei befürwortet dezentrale Clusterprojekte auf Basis von Partnerschaften im Geist einer offenen Partizipation.

Incontri Europei unterstützt Begegnungen junger Menschen aus europäischen und außereuropäischen Regionen.

1  |  Das Nonoprojekt Luigi Nono Il canto sospeso

 

Das Nonoprojekt als Schulprojekt für Schulen in Europa entstand in Zusammenarbeit mit Claudio Abbado als erstes Projekt in der Berliner Zeit Abbados als Künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker.

Die Schirmherrschaft zu dem Nonoprojekt für Schulen in Europa übernahm Frank-Walter Steinmeier von November 2006 bis März 2017 – eine vertrauensvolle und für das Projekt wichtige Zusammenarbeit.

(Frank-Walter Steinmeier)

 

Als Steinmeier im Februar 2017 zum Bundespräsidenten gewählt wurde, bat er um Verständnis, dass er die Ehrenämter aus seiner Zeit als Außenminister beende.

Auf Bitten von Hans Eichel übernahm am 1. Juni 2017 Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission, das Patronat für das Nonoprojekt.

(Jean-Claude Juncker)

Umberto Eco zum Schulprojekt Luigi Nono Il canto sospeso

Zur Begegnung mit Umberto Eco kam es in Bonn auf Einladung des damaligen italienischen Botschafters Umberto Vattani, der Eco zu einer Vorführung der DVD Luigi Niono Il canto sospeso in der Kunsthallle Bonn eingeladen hatte.

„Die Geschichte von vor 50 Jahren ist zur Urgeschichte geworden. Und wenn jemand heute die Jugend daran erinnert, so um die Geschichte zu negieren, um zu sagen: es sei nichts passiert.

Auf Internet gibt es mindestens 15 Plätze, inspiriert von diesem Revisionismus, die mit Bildern, mit Worten die Realität des Holocaust abstreiten. Die jungen Leute erleben es täglich, wie mit dem Fernseher, dem PC-Programm bearbeitete Realität erzeugt werden kann. So erscheint die Geschichte, die viele von uns erinnern, sie erlebt zu haben, für Jugendliche wie eine Hollywood-Legende, in der General Custer, Buffalo Bill, Indianer Jones, Hitler und Mussolini sich vermischen.

Was ist wahr: Auschwitz oder die Stadt von Bladerunner ?

Wo uns die Geschichte nicht mehr zu überzeugen vermag und sich mit der Legende vermischt, kann uns die Kunst wieder die Wahrheit sagen. Ich wünschte mir, daß Il canto sospeso in allen Schulen gezeigt würde – junge Leute in aller Welt würden dann verstehen, dass das, was sie in dem Video gesehen und gehört haben, tatsächlich passiert ist.

Vielleicht würden sie unsere gleiche Unruhe und Angst fühlen, daß es noch einmal passieren kann. Sie würden lernen, die neuen Zeichen von Intoleranz, von Fanatismus, Brutalität und Bestialität zu erkennen. Weil sich der neue Feind nicht mit glattrasiertem Kopf, mit schwarzen oder braunem Hemd und Hakenkreuz auf dem Ärmel zeigt. Das wäre eine traurige, beschränkte Folklore.

Der neue Feind ist verkleidet. Manchmal im Zweireiher. Manchmal spricht er nicht die Sprache der Nibelungen, sondern die Sprache von Coca Cola. Er knirscht nicht mit den Zähnen, er lächelt. Er fordert uns nicht zum Krieg auf, sondern zum Glücklichsein. Und dennoch fordert er das Andere, die Vernunft und die Tugend der Stille zu hassen.

Um also bereit zu sein zu sprechen und zu schreien – jedes Mal, wenn es nötig ist, heute und in der Zukunft, lade ich Sie ein, mit mir einige Sekunden zu schweigen, um danach bereit zu sein und zu reden, wie uns „Canto sospeso“ es gelehrt hat.“

(Umberto Eco zur Vorführung der Videoproduktion Luigi Nono Il canto sospeso am 26.März 1997 in der Kunsthalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, in Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung der italienischen Botschaft in Bonn)

www.nonoprojekt.de

das Webportal zum Projekt mit 700 Dateien auf 5 interaktiven Zeitlinien:

Zeitgeschichte | Luigi Nono | Claudio Abbado | IncontriEuropei | Nonoprojekt an Schulen

2  |  Das Faustprojekt

 

Das Faustprojekt ist ein Projekt von Incontri Europei auf Basis des Textes von Goethes Faust 1 und 2.

Das Autorenteam von IncontriEuropei verständigte sich auf das Prinzip, die Geschichte von Goethes Faust spiegelbildlich vom Ende her zu erzählen. Prinzip war, ausgewählte Teile aus dem Text Goethes in umgekehrter Reihenfolge anzuordnen. So beginnt die neue Fassung mit einem Zitat von Mephisto aus Faust Teil 2 – gleichsam das Motto zu dieser Faustversion:

Chor Es ist vorbei. Mephisto Vorbei! ein dummes Wort. Warum vorbei?

Vorbei und reines Nicht, vollkommnes Einerlei! Was soll uns denn das ew’ge Schaffen!

Geschaffenes zu nichts hinwegzuraffen!

Da ist’s vorbei. Was ist daran zu lesen? Es ist so gut, als wär’ es nicht gewesen.

Und treibt sich doch im Kreis, als wenn es wäre. Ich liebte mir dafür das Ewig-Leere“

Die Farben des Schachs Edition Fondazione L’Unione Europea Berlin 2015 –

https://de.wikipedia.org/wiki/Faustprojekt

 

3  | Die Initiative # Sign for Europe

 

Mit der Initiative # Sign for Europe hat Incontri Europei die Entwicklung seiner bisherigen und künftigen Kampagne für Europa zusammengefasst.

Ausgangspunkt ist das Bologna Memorandum 2017,

ein offener Brief an Jean-Claude Juncker, Federica Mogherini und Donald Tusk.

Für die Europäische Union im Frühjahr 2017 geht es um Intensivierung und um die zielgerichtete Klarheit der Zusammenarbeit der EU-Mitgliedsländer. Durch Konzentration auf ausgewählte Politikfelder und durch Stärkung der Gremien der EU sollten die Mitgliedsländer der EU ihre Kompetenzen im Europäischen Rat bündeln. Sie sollten zugleich die politische und wirtschaftliche Verantwortung der Europäischen Union als wichtiges internationales Gravitationszentrum der Macht deutlich machen.

Europa sind wir  |  l’Europe c’est nous  |  Europa siamo noi  |  Je suis Européene  |  Je suis Européen

# sign-for-europe.eu